Unter dem Motto "Pressearbeit der Vereine"  hatte der Ortskulturring Burgebrach zu einem Diskussionsabend mit Medienvertretern der Region geladen. Gertrud Glössner-Möschk vom Fränkischen Tag und Karin Geyer vom Steigerwaldkurier stellten sich im Burgebracher Kulturraum den vielen auch kritischen Fragen der anwesenden Mitglieder und versuchten, das Pressewesen ein wenig transparenter zu machen.

Michael Bayer eröffnete den Abend als Vorsitzender des Ortskulturrings mit dem Wunsch, "dass sich mit dieser Diskussion die Zusammenarbeit von Vereinen und Medien verbessern lässt". Frau Glössner-Möschk und Frau Geyer stellten die Arbeitsweise ihrer Medien vor und gaben Einblick in die Auswahlkriterien dafür, dass Texte es ins Blatt schaffen. Beide haben dabei vor allem die Leser und deren Interesse im Blick bei der Entscheidung, ob ein Thema zum Abdruck kommt. Da die Kriterien allerdings je nach Tages- bzw Wochenlage der Nachrichten flexibel gehandhabt werden müssen und beide Damen deshalb keine Garantien abgeben konnten, waren die Besucher mit den Antworten nicht zu 100 Prozent zufrieden.

Viele kritische Fragen bzw enttäuschte Beiträge vor allem zur Arbeit des Fränkischen Tages zeigten, dass eine solche Veranstaltung mehr als nötig war. Viel Frust hatte sich angestaut nach einer Zwischenphase von Mitte 2010 bis Ende 2011, in der die klassische Lokalberichterstattung nicht erwünscht war. Mittlerweile ist man davon wieder abgekommen und hat zusätzlich die Rubrik "Bei uns" geschaffen, um gerade Vereinen einen Anlaufpunkt zu geben. Frau Glössner-Möschk berichtete außerdem, dass ab dem Frühjahr 2014 jede Gemeinde einen eigenen Bereich für Veröffentlichungen auf der "infranken"-Website bekommen werde.

Viele Fragen gab es, wie man die Abdruckchancen seines Textes verbessern kann. In der Beantwortung waren sich beide Damen einig: Texte sollen kurz und verständlich sein, im ersten Absatz die klassischen W-Fragen (Was wer wo wann wie warum?) beantworten, und einen für möglichst viele interessanten Aufhänger haben. Ein Vereinsprofil ohne Anlass zum Beispiel schaffe es nicht in den redaktionellen Teil des Fränkischen Tages. Und bevor ein Text erst noch mit viel Aufwand umgeschrieben werde, lande er eher in der "runden Ablage", so Frau Geyer. Frau Glössner verteilte als kleinen Leitfaden eine Unterlage mit "Handreichungen zur Pressearbeit" und sprach eine  Einladung an Burgebrach zum Besuch des Verlagshauses am 17. Januar aus.

Michael Bayer kündigte zum Abschluss einen Workshop zum Verfassen von Pressetexten an. Den Workshop wird Dr. Mark Derbacher abhalten, der als erfahrener Journalist und Medienprofi bereits die gut besuchte Veranstaltung moderiert hatte.




Text: Dr. Mark Derbacher, Burgebrach
Fotos: Hans Sperber, Burgebrach

Den Leitfaden "Handreichungen zur Pressearbeit" von Frau Glössner finden Sie Hier